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Posted: Thu, 24 Nov 2022 03:21:04 GMT

WESTMITTELFRANKEN / ANSBACH. (1418) In den vergangenen Monaten verzeichnete die Kriminalpolizei Ansbach mindestens fünf Fälle einer Betrugsmasche, bei welcher meist Senioren zunächst ein Kaufinteresse an ihren Lexikotheken vorgetäuscht wird. Die Polizei mahnt zur Vorsicht bei diesen vermeintlich lukrativen Angeboten.


Die Kriminalpolizei Ansbach warnt vor folgender Betrugsmasche, welcher in letzter Zeit mehrere Senioren zum Opfer gefallen sind:

Besitzer von Lexikotheken ehemaliger Buchhandelsketten werden von angeblichen Mitarbeitern dieser Firmen aufgesucht, um ihnen angebliche Käufer für ihre Sammlungen zu präsentieren. Den Eigentümern der Sammlungen wird suggeriert, dass die Lexikotheken stark im Wert gestiegen sind und ein Verkauf zum jetzigen Zeitpunkt ideal wäre. 

Um den Verkauf der Sammlung zu realisieren, bittet der vermeintliche Interessent den Betroffenen allerdings darum, die vorhandenen Lexikotheken mit weiteren Nachschlagewerken zu völlig überteuerten Preisen aufzuwerten. Dies würde den Wert der Lexikotheken nochmals deutlich erhöhen. Für den Kauf dieser Nachdrucke werden dann gerne auch Finanzierungen angeboten oder vermittelt.

Betroffene, die tatsächliches Interesse am Verkauf ihrer Sammlung zeigen und bereits den ersten Nachdruck erworben haben, werden dann oft zum Spielball weiterer Vertreter anderer Firmen. Diese präsentieren wiederum neue Kaufinteressenten mit höheren Angeboten für die vorhandene Sammlung. 

Auch hier, wie nicht anders zu erwarten, müssen natürlich vor dem Verkauf nochmals "wertvolle Faksimile" zugekauft werden. Vor dem versprochenen Verkauf ihrer Sammlung werden dann von den Senioren überteuerte Bücher im mittleren fünfstelligen Bereich angekauft.

Abschließend unterschreiben die Geschädigten noch eine verklausulierte Erklärung, dass es nie irgendwelche Versprechungen gegeben habe.

Am Ende bleiben die Betroffenen auf den neu dazugekauften und völlig überteuerten Büchern, ihrer Lexikothek und zum Teil auf Finanzierungen zu überhöhten Zinsen sitzen.


Erstellt durch: Michael Petzold / bl

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